Wir sind gern für Sie da!

In den letzten Jahren hat sich die Übersetzungsindustrie stark verändert, vor allem durch die Einführung von Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Technologien haben nicht nur die Effizienz und Genauigkeit von Übersetzungen erheblich verbessert, sondern auch neue Möglichkeiten und Herausforderungen für Übersetzer geschaffen. In diesem Artikel werfen wir einen Blick darauf, wie KI die Übersetzungsindustrie transformiert und welche Entwicklungen in der Zukunft zu erwarten sind.

Automatisierte Übersetzung: Chancen und Herausforderungen

Maschinelle Übersetzungen, insbesondere durch neuronale Netzwerke, haben sich stark weiterentwickelt. Dienste wie ChatGPT, Google Übersetzer und DeepL nutzen komplexe Algorithmen, um Texte blitzschnell zu übersetzen. Diese Technologien bieten mehrere Vorteile:

  1. Geschwindigkeit und Effizienz: Große Textmengen können in kürzester Zeit übersetzt werden, was besonders für Unternehmen mit internationalen Märkten von Vorteil ist. Ein Beispiel: Ein Online-Shop, der Produkte weltweit verkauft, kann seine Website in mehreren Sprachen anbieten, ohne monatelang auf menschliche Übersetzer warten zu müssen.
  1. Kostenreduktion: Automatisierte Übersetzungen sind kostengünstiger als traditionelle menschliche Übersetzungen. Selbst ein kleines Start-up kann so ohne hohe Kosten eine mehrsprachige Kundenbasis erreichen.

Jedoch gibt es auch Herausforderungen:

  1. Qualität und Genauigkeit: Trotz erheblicher Fortschritte gibt es immer noch Fehler und Unklarheiten, besonders bei komplexen oder kulturell sensiblen Texten. Beispielsweise kann ein poetischer Text durch eine Maschine unverständlich oder gar lächerlich wirken, wenn wortwörtlich und nicht sinngemäß übersetzt wird. Allerdings kann dies auch bei menschlicher Übersetzung passieren.
  1. Kulturelle Nuancen: KI hat Schwierigkeiten, idiomatische Ausdrücke und kulturelle Kontexte richtig zu interpretieren. So könnte ein chinesisches Sprichwort in einer automatisierten Übersetzung seinen ursprünglichen Sinn verlieren.

KI als Unterstützung für menschliche Übersetzer

Anstatt menschliche Übersetzer zu ersetzen, fungiert KI zunehmend als unterstützendes Werkzeug. Durch maschinelles Lernen und Natural Language Processing (NLP) können Übersetzer:

  1. Vorübersetzen: Sie erhalten Rohübersetzungen, die sie dann verfeinern und anpassen. Ein Übersetzer könnte beispielsweise einen technischen Bericht schneller fertigstellen, indem er eine erste Version von einer Maschine wie ChatGPT generieren lässt und diese dann überprüft und verbessert. Dieses Nachbearbeiten nennt man Machine Translation Post-Editing (MTPE).
  1. Terminologiedatenbanken nutzen: Sie haben schnellen Zugriff auf konsistente Fachterminologie und Phrasen. In der medizinischen Übersetzung könnte eine KI dabei helfen, komplexe Begriffe korrekt zu übersetzen und so die Qualität der Übersetzung zu erhöhen. In der Industrie können Fachbegriffe auch über mehrere Handbücher hinweg konsistent übersetzt werden.
  1. Eine Qualitätskontrolle durchführen: Fehler und Inkonsistenzen werden automatisch erkannt und korrigiert. Ein Übersetzer kann so dank Tools wie wie Across oder Trados sicherstellen, dass ein Dokument frei von typografischen Fehlern ist und einheitlich in der Terminologie bleibt.

Diese Kombination von Mensch und Maschine führt zu einer höheren Qualität der Übersetzungen und einer effizienteren Arbeitsweise.

Wir bei ReSartus sind begeistert von dem, was die KI leisten kann. Aber wir sind uns auch bewusst, was sie nicht kann. Deswegen setzen wir bei sensiblen Dokumenten wie Geburtsurkunden, notariellen Dokumente und bei gerichtlichen Angelegenheiten auf Humanübersetzungen. Schließlich geht es bei diesen Dokumenten um mehr als nur den Inhalt. Es geht um kulturelle und kontextuelle Feinheiten. Für Vertrauliches sind Menschen einfach die besseren Übersetzer.

Zukünftige Entwicklungen und Auswirkungen

Die Zukunft der Übersetzungsindustrie mit KI verspricht spannende Entwicklungen wie:

  1. Personalisierung: KI-Systeme werden in der Lage sein, Übersetzungen an den individuellen Stil und die Vorlieben der Nutzer anzupassen. Ein Beispiel: Ein Blogger könnte seine Artikel in einem bestimmten Ton übersetzen lassen, der seiner persönlichen Schreibweise entspricht.
  1. Kontextverständnis: Verbesserte Algorithmen werden kontextuelle und kulturelle Nuancen besser verstehen und entsprechend übersetzen. Ein juristisches Dokument könnte so präzise und im richtigen rechtlichen Kontext übersetzt werden.
  1. Integration in Geschäftsprozesse: KI-Übersetzungen werden nahtlos in unternehmensweite Systeme integriert, um die globale Kommunikation zu optimieren. Ein internationales Unternehmen könnte so in Echtzeit mehrsprachige Kommunikation ermöglichen, was die Effizienz und Zusammenarbeit steigert.

Fazit

KI hat das Potenzial, die Übersetzungsindustrie nachhaltig zu verändern. Während die Technologie bereits erhebliche Fortschritte gemacht hat, bleibt der menschliche Übersetzer unverzichtbar, um kulturelle und kontextuelle Feinheiten zu bewahren. Die Kombination aus menschlicher Expertise und KI-Technologie wird die Zukunft der Übersetzung prägen und neue Standards in Qualität und Effizienz setzen. Unternehmen und Fachleute sollten diese Entwicklungen aufmerksam verfolgen und die Chancen, die KI bietet, aktiv nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Nach oben scrollen