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Gerichtsdolmetscher

Gerichtsdolmetscher

Immer dann, wenn in einem Gerichtsverfahren nicht alle die gleiche Sprache sprechen, Zeugen oder Angeklagte der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, kommen Gerichtsdolmetscher zum Einsatz. Der Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland schätzt, dass dies in jedem fünften Gerichtsverfahren der Fall ist. 

Die Aufgabe eines Gerichtsdolmetschers ist es, die Aussagen von Zeugen und Angeklagten so genau wie möglich zu übertragen. Dies beschränkt sich nicht ausschließlich auf die Wortwahl, sondern auch Emotionen müssen übertragen werden. Hinzu kommt, dass Staatsanwälte, einige Richter und andere Verfahrensbeteiligte oft Fachausdrücke verwenden, die Zeugen oder Angeklagte in Ihrer Muttersprache nicht auf Anhieb verstehen würden. 

Hier kommen die Kompetenzen des Gerichtsdolmetschers zum Tragen: Er muss den Bildungshorizont des Klienten evaluieren und das Gesagte so übertragen, dass er es versteht und eine reibungslose Gerichtsverhandlung möglich ist. Dabei bleibt ein Gerichtsdolmetscher selbstverständlich unparteiisch. Er muss mit der Sprech-Geschwindigkeit der Verfahrensbeteiligten mitkommen. 

Eine Besonderheit stellt bei Gerichtsdolmetschern die Dolmetschtechnik dar. Ist Simultandolmetschen erforderlich, kann der Gerichtsdolmetscher immer nur für eine Partei dolmetschen. Er dolmetscht das Gesagte zeitgleich zum Redner. Beim Konsekutivdolmetschen greift der Dolmetscher auf die Notizentechnik zurück und verdolmetscht das Gesagte abschnittsweise anhand seiner Notizen zeitversetzt zum Redner. Diese Art der Verdolmetschung ist zeitintensiv, weshalb empfohlen wird, bei Gerichtsverfahren Simultandolmetscher heranzuziehen.

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